Dialog-Workshop für Eltern, Großeltern und Beziehungspersonen

Über die Themen Erziehung und Bildung wird seit einiger Zeit viel diskutiert. Auseinandersetzungen über die geeignete Erziehung, die richtige Schulform, welche Werte vermittelt werden sollen, finden wir fast wöchentlich in den Medien.

Wissenschaftliche Studien zeigen das Bild, dass die Ansprüche der Eltern an sich selbst stark gestiegen sind und sie sich oft selbst die Schuld daran geben, wenn sie nicht „optimal“ funktionieren.

"Unterschiedlichkeit ist Reichtum. Menschen, die sich auf den Dialog einlassen, erfahren dies als Wertschätzung und Anerkennung, und sie erleben, was es heißt, gehört zu werden und sich Gehör zu verschaffen. Anstatt dem perfekten „Ideal“ nachzueifern, werden sie ermutigt, ihr eigenes Ideal zu finden, das sich wandeln und entwickeln darf. Rückschritte und Zweifel gehören dazu. Dafür braucht sich niemand zu schämen."  (Jana Marek und Johannes Schopp, Würde und Respekt als Dialogische Qualität - Ein Zwischenruf, Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, 4/2010)

Mit und in unserem Workshop möchten wir die Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder lenken und dazu einladen, die eigene Empathiefähigkeit zu stärken.

"Die Jahre der Kindheit sind ein Prozess, mit einer längeren Reise vergleichbar. Auf dieser Reise entwickeln und wandeln sich die Erwachsenen ebensoviel, wie ihre Kinder. Wenn wir Eltern das Leben mit Kindern als Bereicherung unseres eigenen Lebens als Erwachsene sehen lernen, ändert sich für uns die Perspektive. Aus der Frage: „Was gebe ich meinen Kindern als Ausrüstung für ihr späteres Leben als Erwachsene mit – gebe ich genug?“ wird „Was erfahre ich im täglichen Umgang mit meinen Kindern über mich selbst?“ (ebenda)

Wir möchten Sie begleiten, bewusst und empathisch mit Ihren Beziehungs- und Kommunikationsstrategien umzugehen und sie dabei unterstützen:

  • Klarheit über die Motivation der eigene Kommunikation- und Handlungsmuster zu bekommen.
  • Die Verantwortung für die eigenen Wahrnehmungs- und Handlungsmuster bewusst zu übernehmen und authentische Werte von moralischen zu unterscheiden.
  • Verhaltensmuster, die Ihnen gut tun stärken und solche, die Ihnen nicht gut tun wandeln und Alternativen entwickeln.

Unser Workshop basiert auf der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg und enthält aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Lernen, eine systemische Betrachtung auf Familie und methodische Elemente aus der Systemischen Arbeit und der Dialogprozess-Begleitung (Eltern stärken) nach Johannes Schopp und Jana Marek.

"Die Praxis des Dialogs versucht mit der inneren Haltung der Achtsamkeit, die Herausforderungen und positiven Entwicklungschancen des Elternseins zu erkunden. Wir Menschen lernen in der Regel lebenslänglich, wenn auch nicht institutionalisiert und meistens ohne, dass wir es als bewussten Lernprozess begreifen. Unsere „Lehrerin“ können andere Personen sein, wie etwa die eigenen Kinder, in denen wir gerade unserem 'Schatten' oder 'Gegenspieler' begegnen." (ebenda)

 

Themenschwerpunkte des Dialog-Workshops:

Der dialogische Prozess ist geprägt durch gegenseitigen Respekt, Zuhören und sich authentisch mitteilen zu können. Mit dem Workshop möchten wir den Rahmen für eine bewusste Persönlichkeitsentwicklung geben. Dabei geht es um die Erfahrung und den Prozess eine achtsame dialogische Präsenz einzunehmen und sie anderen anzubieten.


Paar- und Familiensysteme - die eigenen Erziehungserfahrungen

Mit dem Systemischen Blick auf Familie laden wir ein, Familie und die einzelnen Familienmitglieder als Beziehungssystem und deren Wirksamkeiten in der Familie/Beziehungsumfeld bewusst wahrzunehmen. Dabei spielt die eigenen Erziehungs- und Beziehungserfahrung eine bedeutende Rolle.

 
Wie Kinder/wir lernen: Erkenntnisse aus der Hirnentwicklungsforschung

Im Workshop bieten wir an, Lernen aus der Perspektive der aktuellen Erkenntnisse aus der Hirnforschung zu betrachten. Im dialogischen Sinn möchten wir die Fragen betrachten:

-       Was brauchen Kinder/wir zum Lernen?

-       Welche Erfahrungen machen Kinder/wir beim Lernen?

-       Wie waren unsere eigenen Lernerfahrungen und wie gehen wir heute damit um?

 
Kennenlernen der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg

Sie lernen die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg kennen. Die 4 Schritte der GFK unterstützen bei einer eigenen einfühlsamen Wahrnehmung und dem empathische Begleiten anderer. An kleinen Übungseinheiten kann dies praktisch erfahren werden.

 
TrainerIn:
Janet Jenichen, Dialogprozess-Begleiterin, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Krankenschwester im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Bereich/
Peter Hausmann, Dialogprozess-Begleiter, Systemischer Berater, Trainer für Gewaltfreie Kommunikation

Termin: siehe Jahresprogramm

Zeiten: 3x 6 Zeitstunden

Veranstaltungsort: fief-Familienzentrum, Tabaksmühlenweg 30E, 61440 Oberursel

Kosten (ohne Verpflegung): 240.- Euro für Einzelpersonen / 420.- Euro für Elternpaare

Veranstaltungen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30